Herzlich willkommen!

Der Verein für Männerfragen wurde gegründet, um den Anliegen von Vätern/Männern und deren Familien in Liechtenstein ein grösseres Gewicht zu geben. Im Kontext von Scheidung/Trennung sollen die Interessen aller Betroffenen wieder mehr Berücksichtigung finden, das Pendel zur Mitte hin rücken. Wenn das afrikanische Sprichwort «Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf» stimmt, dann braucht dieses Kind im mindesten beide Elternteile. Dafür setzen wir uns ein - auch mit dieser neuen Homepage.

 

«Ich bin ok, du bist ok» ein Leitsatz aus der Transaktionsanyalse ist auch uns wichtig. Beratung wie auch elterliche Verantwortung hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Entsprechend ziehen wir hier das vertrauliche «Du» dem distanzierten «Sie» vor.

 

Wir wünschen dir, dass sie dir hilfreich ist. Falls etwas fehlt, lass uns dies bitte wissen.

Fragen und Antworten

Anwalts- und Gerichtskosten, wie teuer wird das?

Meine Frau will die Scheidung. Mit welchen Kosten für Anwälte und Gericht müsste ich im Streitfall rechnen?

Sofern eine Verfahrenshilfe (= Prozesskostenhilfe bei schwachen Einkommens- und Vermögensverhältnissen über Antrag) nicht in Betracht kommt, gibt es folgende Möglichkeiten:

 

  • Ihr könnt euch über die Konfliktpunkte rasch einig werden und stellt ein gemeinsames Scheidungsbegehren; dann sind die Kosten überschaubar (allfällige Anwaltskosten vor dem Prozess, geringe Gerichtsgebühren).
  • Ihr schaltet jeweils einen Anwalt ein und versucht, möglichst viel „herauszuholen“, was die Sache verteuert bzw. die Kosten unüberschaubar macht.

 

Rechtsanwälte können bei Gericht nach dem Erfolgsprinzip ihre gesetzlichen (d.h. in einer Verordnung geregelten) Tarifkosten ersetzt verlangen. Diese richten sich nach dem sog. Streitwert, d.h. das Ganze kann sehr kostspielig werden, wenn über hohe Vermögenswerte oder Unterhaltsbeiträge verhandelt werden muss und allenfalls mehrere Gerichtsinstanzen (Landgericht, Obergericht, Oberster Gerichtshof) damit befasst werden.

 

Im Innenverhältnis rechnen Anwälte in aller Regel nach Zeitaufwand ab, üblicherweise ca. CHF 350.- pro Stunde oder mehr. Die Honorare können auch frei zwischen Anwalt und Klient vereinbart werden.

Härtefallscheidung?!

Das Zusammenleben mit meiner Frau ist unerträglich geworden. Sie hat sich des öfteren ohne meine Zustimmung von meinem Geld bedient, verweigert jede Intimität und hat mich körperlich attakiert. Ich betrachte mich als Härtefall und möchte so schnell wie möglich die Scheidung. Ist das möglich?

Die Latte für eine sog. Härtefallscheidung ist besonders hoch gesetzt worden. In den allermeisten Fällen betrachten die Gerichte es für zumutbar, das Band der Ehe bis zum Ablauf der dreijährigen Trennungsfrist aufrecht zu erhalten. Ausser beide willigen ein.

 

Der Kläger, der sich auf diesem Wege scheiden lassen will, muss eine aussergewöhnliche, von der Gegenseite zu verantwortende Eheverfehlung nachweisen. Die unzumutbare Situation bezieht sich allein auf die Fortdauer des Ehebandes als solches. Wenn sich die unzumutbaren Auswirkungen durch Getrenntleben erheblich vermeiden lassen, ist die Trennungsfrist abzuwarten. Es kommt also stets darauf an, ob sich die behaupteten unzumutbaren Zustände auch bei einer faktischen Trennung fortsetzen würden. Nur in diesem Fall hätte ein derartiges Scheidungsbegehren Aussicht auf Erfolg.

Frau will Scheidung nicht, kann ich sie erzwingen?

Ich möchte mich von meiner ausländischen Partnerin scheiden lassen, da ich mittlerweile sicher bin, dass sie mich nur der finanziellen Absicherung wegen geheiratet hat und unsere Beziehung nicht ernst nimmt. Wir sind jetzt 3 Jahre verheiratet, sie sagt allerdings, dass sie einer Scheidung nie zustimmen würde. Kann ich mich auch gegen ihren Willen scheiden lassen?

Wenn – wie in eurem Fall – eine einvernehmliche Lösung ausscheidet, gibt es nur zwei Wege, die Ehe notfalls auch gegen den Willen des Partners zu beenden:

 

a) ihr lebt seit 3 Jahren nicht mehr zusammen;

 

oder

 

b) die Fortsetzung der Ehe wäre für einen Teil nicht mehr zumutbar, etwa wenn eine Seite schwerwiegende Eheverfehlungen begangen hat oder etwa die Ehe von vornherein nicht wirklich gewollt war (Scheinehe).

 

In beiden Fällen ist eine Klage bei Gericht einzubringen.

Kindergeld – wer erhält es bei der Gemeinsamen Obsorge?

Meine Frau und ich wollen uns scheiden lassen. Wir können noch  gut miteinander reden und haben uns schon in allen wesentlichen Punkten geeinigt. Wir haben uns entschieden, unseren 10-jährigen Sohn abwechselnd zu betreuen und zwar so, dass er die Hälfte der Woche bei mir, die andere Hälfte bei meiner Frau wohnt. Wer erhält bei dieser Lösung das Kindergeld?

Bei dem angesprochenen gleichgewichtigen Wechselmodell  stellt sich in der Tat diese Frage. Die Familienausgleichskasse (FAK) zahlt die Kinderzulage demjenigen aus, bei dem es gemeldet ist. Es muss also ein offizieller Wohnsitz benannt werden. Zugleich erhält derjenige, der das Kind an seinem offiziellen Wohnort betreut, auf Antrag auch eine Alleinerziehenden-Zulage. Im Falle eines 50/50-Betreuungsmodelles geht das dann zulasten des anderen Teils, der die Zulagen nicht erhält. Hier solltet ihr das Gespräch suchen und eine angemessene interne Lösung finden.

Verschuldet, wie komme ich da raus?!

Ich bin 44 und gerade von meiner Frau getrennt. Mein Problem ist: Seit mehreren Monaten arbeitslos, wachsen mir die Schulden jetzt über den Kopf, zweimal stand schon der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Ich habe Angst, dass ich auch noch für die unbezahlten Rechnungen meiner Frau geradestehen muss. Das Ganze nimmt mich auch gesundheitlich mit.

Zunächst solltest du durch einen Profi klären lassen, ob die Forderungen, die bei dir durchgesetzt werden sollen, auch rechtlich wirklich Bestand haben oder ob allenfalls Rechtsmittel in Frage kommen. Im Rahmen einer Schuldenberatung oder eines Coachings bei uns können wir Wege finden, dir die Situation zu erleichtern. Ziel muss die Sanierung deiner Schulden sein, etwa durch einen realistischen Schuldenregulierungsplan, der sehr differenziert nach Forderung und Gläubiger ausgelegt ist. Du kannst gerne mit uns einen Termin vereinbaren oder dich bez. des Themas Schulden direkt an die Hand in Hand Stiftung in Balzers wenden; www.handinhand.li.

 

Für Schulden deiner Frau haftest du grundsätzlich nicht, es sei denn, dass sich beide Partner (solidarisch) verpflichtet haben, zB bei Kreditverträgen. Wichtig ist, dass du etwas unternimmst!

Neben der Spur, ohne Job, wie weiter?!

Ich bin 53 und nach über 23-jähriger Betriebszugehörigkeit in einem liechtensteinischen Unternehmen aus „betrieblichen“ Gründen gekündigt worden. Seit über einem halben Jahr bin ich auf Jobsuche. Langsam kommen auch in meiner Ehe Spannungen auf. Mir geht es schlecht, ich fühle mich nutzlos und glaube nicht mehr so recht an einen Neuanfang. Könnt ihr mir helfen?

Krisen und unangenehme Veränderungen reissen uns oft aus der Bahn. Selbstzweifel und Unsicherheit sind dann völlig normal. Du solltest aber nicht in dieser Phase steckenbleiben, sondern aktiv nach einer neuen Perspektive suchen. Im Rahmen eines Männercoachings, eines vertraulichen Gesprächs von Mann zu Mann, können wir dir helfen, aus alten Gewohnheiten auszubrechen und neue Wege zu beschreiten. Um mit Max Frisch zu sprechen: „Eine Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

 

Das erste Gespräch ist für dich kostenlos und unverbindlich. Wir können dann schauen, wie wir weiter arbeiten könnten. Vielleicht kommst du auch zusammen mit deiner Frau?

Wegzug mit dem Kind ins Ausland!

Meine Frau und ich möchten uns scheiden lassen. Da sie Schweizerin ist, hat sie die Absicht, wieder in ihre Heimat zu ziehen, allerdings nicht in Grenznähe. Dadurch kann ich mein Kind voraussichtlich weniger sehen. Kann sie dies ohne meine Zustimmung tun und das Kind am neuen Wohnort anmelden?

Grundsätzlich: Nein. Es sei denn, es gibt eine entsprechende Gerichtsentscheidung oder deine ausdrückliche Zustimmung. Die Praxis in der Schweiz ist, was die Meldung betrifft, uneinheitlich.

In manchen Kantonen wrid durch Formulare geprüft, ob der andere Elternteil seine Zustimmung erteilt hat. Ist dem nicht so, erhält das Kind keine Wohnsitzberechtigung und behält seinen ursprünglichen Wohnsitz in Liechtenstein. Andernorts in der Schweiz prüft die Wegzugsgemeinde, ob der andere Elternteil dem Wohnsitzwechsel zustimmt.

Generell ist im Konfliktfall bei beabsichtigtem Wegzug ins Ausland zu empfehlen, bei der Einwohnerkontrolle/Meldebhörde des jeweiligen neuen Wohnortes die Frage abzuklären.

News

LIEWO-Artikel

Die LIEWO befasste sich in ihrer Ausgabe vom 11. Juni 2017 mit der Rolle des Vaters und damit verbundenen Herausforderungen. Hannes Hausbichler und Hansjörg Frick nahmen Stellung. Nachzulesen unter www.liewo.li sowie untenstehend.

weiter

Mitgliederversammlung 2017

Die nächste Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, 22. Juni 2017 statt.

weiter

Newsletter an-/abmelden


Verein für Männerfragen Gewinner 2015 Chancengleichheitspreis der Regierung des Fürstentums Liechtenstein


Männerfragen wird unterstützt von

neuland visuelle gestaltung

li-life edv+internet

CREaKTIV Balzers